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10
Mrz
2008

ATEMNOT

Über den 23. September 2006, ein Samstag in Köln, Aachener Straße

Heiserkeit bis zum Erbrechen. Denn schreien musste man. Den Samstag in der hübschen Galerie. Hohe weiße Wände. Großes Schaufenster. Nur leider keine fetten Boxen. Ein selbst zusammengeschustertes Schmalspurarrangement musste herhalten.
Der 25x25x20cm große 15-Watt-Marshall-Amp in der Rolle der Gesangsanlage hatte dabei einen eher dürftigen Auftritt. Stimmbänder rissen wie die Kreuzbänder in den Knien am Tag zuvor.
Sich selber nicht hören. Schrecklich. Lauter! Lauter!! Immer lauter schreien. Am Ende das Ohr direkt an dem Amp halten müssen für ein Flüstern. Den Amp in die Luft halten. Total am Ende den Amp vor die verdutzten Gesichter halten und "Bis zum nächsten mal" brüllen.
Schmerzen in Hals, Bronchien und Lunge.
Den Schal umwerfen.

Das war Lösungs-Versuch #I.
Ergebnis: Ungenügend.

ATEMPAUSE.

Über den 30. September 2006, ein Samstag in Berlin, Skalitzer Straße

Seit einer ganzen verdammten Woche war man nun schon heiser wie nach zehn Packungen filterloser Gauloises. Der Zivildienst an den Werktagen schlauchte und machte die Umstände nicht besser. Doch kein Weg ging an Berlin vorbei.
Man versuchte das "Genussrauchen" weiter einzuschränken und den "Genuss" auf Hustenpastillen aus isländischem Moos zu verschieben, die einem wieder eine Stimme verleihen sollten.

Das war Lösungs-Versuch #II.
Ergebnis: Ausreichend.

Der Balsam, der sich von den Pastillen auf die Schleimhäute legte wurde taktvoll nach jedem Lutschen vom aggressiven Smog der nächsten Zigarette zerrieben.
Aber immerhin badete man in der Illusion, es ginge einem besser.
Kurz vor dem Auftritt machte sich Nervosität breit. Man wollte den tollen Veranstalter bloß nicht mit einer halbgaren Show enttäuschen. Aber alles lief reibungslos. Eine Atempause wurde einem nun nicht mehr gegönnt. Die Stimme war da. Wenn auch nicht so bei Kräften. Man fühlte sich wie Joe Cocker in den letzten Zügen. So gesehen immerhin "special".

ATEMPAUSE

Über den 31. September 2006, ein Sonntag in Berlin, Schönhauser Allee

Der Morgen war angenehm. Stumm wie ein Fisch saß man am Frühstückstisch und ergötzte sich an einer Tasse Kaffee. Man sagte dies und das würde helfen.
Also schüttete man eine Packung Pulverbrause aus der Apotheke mit einer Tablette Aspirin in ein großes Glas heißes Wasser.

Das war Lösungsversuch #III.
Ergebnis: Mangehaft.

Man fühlte sich während der Prozedur wie ein kleiner Hexenmeister mit dem Sprudel und Blubbern und der mysteriösen neon-orangen Farbe. Schmecken tat's darüber hinaus auch eher fragwürdig. Die Wirkung hingegen war interessant. Man fühlte sich etwas gesünder. Nur der Stimme verhalf dies auch nicht zur langersehnten Rückkehr.
Der isländische Moos war mittlerweile auch schon komplett vertilgt, dass man schnell noch einen Salbei-Tee und anderweitige Hustentabletten runtergekippt hat um die Illusion zu bewahren. Danach ging's gleich im Taxi-Galopp ins Studio um eine Single aufzunehmen. Vorfreude.

Im Studio wurde dann Kette geraucht. Rauchen.

Ja, das war Lösungsversuch #IV.
Ergebnis: Befriedigend.

Man spuckte immerhin etwas Stimme aus einem heraus. Geschrei wurde durch Flüstern ersetzt. Klingt befriedigend. Klinge wie zehn Jahre gealtert. Witzig.
Doch diese Version bleibt in Privatbesitz. Da geht noch mehr.
Halbe Sachen sind nicht. Lieber ganz. Ganz gesund.

MIT - Goodbook (sick version)




24
Sep
2007

one day in kassel

one day in kassel
eines tages in kassel

we have done something what we usually never do
haben wir etwas gemacht, was wir sonst nie tun

we gave an encore
wir gaben eine zugabe

although we had no more songs
obwohl wir keine lieder mehr hatten

but the audience was so nice
aber das publikum war so nett

so i put on the laptop
also machte ich den laptop an

and sang the song, which you can listen to on our myspace-site hence
und sang das lied, das man ab jetzt auf unserer myspace-seite hören kann

Was War Es remixed by Ascii.Disko
Was War Es im Ascii.Disko Remix

i felt a bit like uffie
ich fühlte mich ein wenig wie uffie





sorry for my bad english
entschuldigen sie das schlechte deutsch

6
Sep
2007

d.dorf i love you. but you bringing me down

es war ein echt warmer tag
um die 24 Grad
unter dem 100% Acryl-Pulli war's noch viel wärmer

auf dem weg zu Gleis 12
krempelte ich die Ärmel hoch
ich beeilte mich
weil
ich hörte den Zug schon kommen
und sprang die treppen hoch

dabei hörte ich auch schon zwei streiten
total asig
ein bisschen tante schrei
und etwas onkel proll
dann:
"nicht(s) mehr als das hass du verdient ...Schlampe!"
und er spuckte ihr ins gesicht

während dieser szene
sah ich bereits meinen zug stehen
und beeilte mich
unglücklicherweise genau
zwischen tante und onkel

und ein sprüh von spucke
berührte meine unterarme

eww.

4
Sep
2007

tag/nacht

auf in den park
auf in die stadt
auf in den tag
den ich so mag
schlägts halb zwei
in der nacht
wird ein tag
um die ecke gebracht

dabei ahn ich nichts
und ertrag es nicht
und wie bei tag
bin ich hellwach

auf in den park
auf in die stadt
auf in die nacht
die ich so mag
schlägts halb zwölf
mitten am tag
wird eine nacht
nicht schlafend verbracht

dabei ahn ich nichts
und ertrag es nicht
und wie bei tag
bin ich hellwach

dabei ahn ich nichts
und ertrag es nicht
und wie bei tag
bin ich hellwach

21
Aug
2007

ruinenstadt

ziehst du deine kreise um mich
streifen wir durch die innenstadt
denkt einer eine hälfte mal nicht
betreten wir ruinenstadt

zu viel zu viel zu falsch
zu hart zu hart zu gleich

kreisen deine arme um ihn
schüsse auf ruinenstadt
dass ich ganz außer mir bin
lauf ich durch die innenstadt

20
Aug
2007

auf skifahrt

auf klassenfahrt
in der neunten klasse
sind wir skifahren gegangen
und am vorletzten tag
bin ich richtig krank geworden
42° fieber
ich war richtig durch

und eine lehrerin kam an mein totenbett
und fragte mich
mit sanfter stimme
"eddy... was machst du denn für sachen?"

und ich hatte nur die biler vom tag zuvor im kopf
wie sie uns instruierte
uns auszuziehen
und mit unserer kleidung eine lange klamottenkette
im schnee zu machen
für eine rallye

aber in meinem bett
verdrehte ich einfach nur die augen

andere lehrer kamen hinzu
und empfahlen ganzkörperbandagen

in einem tranceartigen zustand
stand ich also in dem kleinen raum
neben dem etagenbett
und zog mich vor vier lehrern und drei klassenkameraden aus
während zwei sportlehrer nasse handtücher um meinen körper legten

ich fühlte mich wie mumifiziert
und legte mich langsam wieder ins bett
ein halbkreis von mitschülern umgab mich
wie nebel
und ich schlief ein

29
Jul
2007

alles wird verändert sein

diese mauer um mich herum. macht mich ganz stumm. hast du morgen zeit für mich. nein. wie dumm. halb-her-zig-keit. bei der arbeit. keine lust auf nichts. genauso wie ich. und alles wird verändert sein. doch keiner wird dagegen sein. hauptsache schön einfach sein. ... . und alles wird verändert sein. doch keiner wird dagegen sein. immer schön einfach sein. das kann es. echt nicht sein. voll-her-zig-keit. bei der arbeit. voll-her-zig-keit. bei der arbeit. voll-her-zig-keit bei der arbeit.

7
Jul
2007

Von Südenfed



live at Fabric, London

die zwei jungs von mouse on mars geben jede menge gas mit ihren handhelden

das publikum weiß nicht so recht, was da kommt

es kommen drei männer als anrüchige frauen verkleidet

dann mark e. smith, wie ein alter fassbinder-schauspieler

kommt und geht

mal nur der rücken, mal aufgedunsen

sehr gut möchte man sagen

aber trotzdem etwas unbeholfen wirkend
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